Sonntag, 29. März 2026

 Was in Xiamen geschah 


Das ROADBIKE-Magazin 03/26 testet drei chinesische Rennräder.
Ein Tavelo Gravel Bike durfte ich zwei Tage lang on- und offroad fahren. Die Verspieltheit und der Vortrieb waren so natürlich, dass ich mir beinahe selbst eingeredet habe, so leistungsstark zu sein.
Zu meiner eigentlichen Mission – den BTLOS Carbon-Felgen:
Ich hatte noch einen alten Artikel aus einem Bike-Magazin in Erinnerung, der eine improvisierte, schmutzige Werkstatt beschrieb, in der durch jahrelanges Können, handwerkliche Routine und großes Arbeitskraftpotenzial bei großzügiger Ausschussselektion gute Felgen entstanden. 
Mein aktuelles Erlebnis war anders: großzügige, helle Räume, entspannte und kreative Mitarbeiter mit Humor, praktisch kein Carbonstaub und am Ende viele sorgfältig abgepackte Felgen, die bald zu benachbarten Bike-Firmen, Herstellern und Privatkunden weltweit unterwegs sein werden. Die Ingenieure verfügen über beeindruckende Lebensläufe bei namhaften Marken der Bike-Industrie. Auch einen Felgen-Belastungstest, der deutlich härter war als von der UCI vorgeschrieben, durfte ich miterleben. Die 3- bis 5-jährigen Replacement-Garantien sprechen ebenfalls für sich.
Was bedeutet das für meine Kunden?
BTLOS-Felgen sind sicher, innovativ, leicht und effizient. Den exzellenten After-Sales-Service werde ich persönlich abwickeln. In Verbindung mit meiner engen Beziehung zum Hersteller können sich meine Kunden voll und ganz auf ihr Training und das Fahrerlebnis konzentrieren.
In Xiamen ist ein Bike-Hersteller selten allein. Wie bereits erwähnt, sind die Manager sehr offen – Chinesen schließen gerne neue Freundschaften. Das Mountainbike-Magazin 04/26 berichtet von thermoplastischen Carbonrahmen und macht die Recycling-Realität greifbar. Bald kommen neue, im thermoplastischen Verfahren hergestellte Carbon-Speichen zu mir sowie neue High-Molecular-Textilspeichen, die eine andere Charakteristik als BERD aufweisen. Dadurch kann der Kunde künftig zwischen Komfort, Untergrundtoleranz, Direktheit, Kraftumsetzung und Aerodynamik wählen. Auch eine originelle Farbgestaltung wird möglich sein.
Eine praktische Zugabe: Habt ihr schon einmal nach einer Tasche für ein komplettes DH-/Enduro-Laufrad (mit 2,7"-Reifen, Bremsscheiben und Kassette) gesucht? Sie ist auf dem Weg – stay tuned, wie der Chinese sagt ;-).
Keine Angst, Tuttist Wheel Services wird nicht zum „Laden der aufgehenden Sonne“. Die Faszination für meine bisherigen Produkte bleibt unverändert – die Aluminium-Felgen von Velocity und Remerx (plus czech-made Naben), die Erase-Naben und die SAPIM-Welt, damit sich alles schön rund dreht.
Nach einem guten ersten Jahr der Firmenexistenz lautet meine Ausrichtung weiterhin: Originalität und Individualität.
Für etwas muss ich mich im Voraus entschuldigen: Im kommenden Vierteljahr wird meine Anwesenheit in der Werkstatt noch unbeständiger sein als bisher. Es stehen definitive Veränderungen in meinem Berufsleben an – das Ziel ist 100 % Wheel Services. Nach Vereinbarung wird alles funktionieren. Ich bin jederzeit telefonisch und über alle Kommunikationskanäle erreichbar.



Mittwoch, 11. März 2026

Meine Asien Reise März ´26

Ich bin schon in den Startlöchern in Korea. Heute steht der Besuch beim giant-bike.com in Daegu an  

Im Planung: Japanische Highend Naben GOKISO in die Hände zu bekommen , rubiworkshop.com hat die am Lager. Es wäre eine Bereicherung des Mitteleuropäischen Marktes - als Einzelstücke produzierte Naben mit 30 J. Garantie. 

Ich bereite mich tagtäglich auf meinen Besuch beim BTLOS in Xiamen. Der aktueller Bericht über die Aerix Rennradfelgen, stellt die unterschiedlichen täglichen Postings von sogenannten „leichteste Laufradsets“ in denn Schatten https://btlos.com/engineering-the-aerix-series-the-art-of-balanced-performance.html


Auch der Garantie - Vergleich zeigt, wo sich die BTLOS Qualität befindet: ein von den renommiertesten EU Hergestellter bietet 3 Jahre, BTLOS "RG" und  "Atlas Pro" werden mit 5 Jahren Garantie verkauft.


Die GOKISO-Naben sind die exklusivsten, leichtgängigsten und natürlich auch teuersten der Welt. Die Preise hier in Seoul liegen bei 2.570 € bis 6.410 € pro Nabenset. 

Dirty Secrets of Ball Bearings, pt 4 - Wheel Fanatyk https://share.google/0GbJ6jE2g9CtZam3G 

Ich bin im Kontakt mit der Kondo Machine Corporation. Solltest du Interesse an diesen High-End-Naben haben, können sie bestellt werden. Jede Nabe wird individuell nach Bestellung gefertigt. Es kann bis zu einem halben Jahr dauern, bis die Naben in Europa eintreffen.




off topic Gedanken:

Es wird viel darüber gesprochen und geschrieben, wie man die Wirtschaft wiederbeleben könnte.Korea hingegen floriert. Ich habe das Land erstmals 1993 besucht und danach in etwa achtjährigen Abständen immer wieder. Der wirtschaftliche, soziale und auch hygienische Sprung seit meinem letzten Aufenthalt ist enorm.Ich beschreibe im Folgenden einige koreanische Phänomene. Der Kontrast zur sich immer schneller abwärts drehenden Spirale in Mitteleuropa – insbesondere in Österreich – liegt auf der Hand:Städteplanung, Neubau, Wohn- und Lebensraumgestaltung
  • Wenn ein koreanisches Kind ein Haus zeichnen würde, stünden im Erdgeschoss fast selbstverständlich Geschäfte und Gastronomie, im ersten Stock Büros bzw. Dienstleistungsangebote und darüber die Wohnungen – und das gilt vom Einfamilienhaus bis zum Wolkenkratzer. Diese Mischung ist dort Normalität.
    Die Folge sind sehr viele kleine inhabergeführte Unternehmen und Gastronomiebetriebe. Das reichhaltige Angebot schafft Konkurrenz, bleibt leistbar, wird angenommen und intensiv genutzt.
  • Große Wohnkomplexe (mehrere Hochhäuser) erinnern auf den ersten Blick an unsere alten Plattenbausiedlungen. Bei näherer Betrachtung fallen jedoch sofort die architektonisch markanten, durchgestylten Merkmale auf, die aus den einzelnen Türmen eine unverwechselbare Einheit formen. Es entstehen echte Communities mit Begegnungszonen, Open-Air-Fitnessbereichen und Aufenthaltsqualität.
    Die Autos verschwinden unsichtbar in großzügigen Tiefgaragen.
  • Workspaces und Studentencafés. Kein Problem, im Café zu sitzen, zu lernen oder zu arbeiten. Oft steht die erlaubte Zeit auf dem Banner, z. B. „2 Std.“ Jetzt sitze ich im „Caffeinated“, einem Workspace. Mit einem Getränk kann man dort einen Arbeitsplatz mit Internetzugang in einem schönen Design-Ambiente für 2 Stunden nutzen.